Erster Weltkrieg und
    Besatzung 1918-1930
    in Rheinland-Pfalz

    Filme

    Das Interesse am Ersten Weltkrieg und seinen Folgen hat in den letzten Jahren – nicht zuletzt aufgrund des 100. Jahrestages – deutlich zugenommen. Zunehmend gerät auch die anschließende Rheinlandbesatzung und deren Auswirkungen auf das Alltagsleben der Bevölkerung in den Blick der Öffentlichkeit. In den letzten Jahren sind vermehrt Filme und Dokumentationen zum Thema entstanden, von denen wir einige auf dieser Seite zusammengestellt haben.

    Pressekonferenz zur Wanderausstellung „Der gescheiterte Friede. Die Besatzungszeit 1918-1930 im heutigen Rheinland-Pfalz“

    Am 25. Januar 2021 fand die digitale Pressekonferenz zur Wanderausstellung „Der gescheiterte Friede. Die Besatzungszeit 1918-1930 im heutigen Rheinland-Pfalz“ im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur statt. Staatssekretär Dr. Denis Alt (MWWK), Dr. Ute Engelen (Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V.) und Dr. Walter Rummel (Landesarchiv Speyer) stellten das Projekt der Öffentlichkeit vor. Die Ausstellung greift das Thema der französischen und amerikanischen Besatzung der Jahre 1918-1930 im heutigen Rheinland-Pfalz auf und zeigt, wie sich die Besatzungszeit auf das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Zusammenleben in der Gesellschaft auswirkte.

    Vergessene Besatzer - Die Amerikaner von 1918 bis 1923 in Rheinland-Pfalz

    Die Erinnerung an die Zeit der amerikanischen Besatzung an Rhein und Mosel nach dem Ersten Weltkrieg ist kaum im kollektiven Gedächtnis der Amerikaner und Deutschen verankert. Dabei bildeten weite Teile des Gebiets von Trier über Koblenz bis in den Westerwald zwischen 1918 und 1923 eine von Amerikanern kontrollierte Besatzungszone. Der Beitrag der SWR Landesschau Rheinland-Pfalz widmet sich dieser Zeit, in der amerikanische Soldaten und die EinwohnerInnen des Rheinlandes erstmals aufeinandertrafen.

    Occuper L’Allemagne: 1918-1930. Quand la France faisait la loi en Rhénanie

    Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg wurden die linksrheinischen Gebiete des Deutschen Reiches von belgischen, englischen, amerikanischen und alliierten Soldaten besetzt. Somit gerieten zwischen 1918 und 1930 weite Teile des heutigen Bundeslandes Rheinland-Pfalz unter französische Kontrolle. Der Film von Jerôme Prieur aus dem Jahr 2019 dokumentiert mit Hilfe bis dato unveröffentlichten Filmmaterials den zivilen und militärischen Alltag von Besatzern und Besetzten.

    Sie nannten sie die Kinder der Schande

    Während der alliierten Rheinlandbesatzung stellten Kolonialsoldaten rund ein Fünftel der französischen Besatzungstruppen. Diesen Soldaten wurden in deutschen Propagandaschriften ohne jegliche Grundlage unter dem Stichwort „Schwarze Schmach“ barbarische Verhaltensweisen unterstellt. Schließlich sah sich Frankreich infolge der Propagandakampagne gezwungen, seine Kolonialsoldaten abzuziehen. Besonders die Kinder, die aus Beziehungen zwischen deutschen Frauen und Kolonialsoldaten hervorgingen, sowie deren Mütter, traf die soziale Ächtung. In der NS-Zeit wurden viele dieser Kinder zwangssterilisiert. Der Dokumentarfilm von Dominik Wessely thematisiert dieses wenig beachtete Kapitel der Besatzungszeit der Jahre 1918 und 1930.

    Regisseur Dominik Wessely im Filmgespräch

    Der Regisseur Dominik Wessely stellt im Filmgespräch seine neue Dokumentation „Sie nannten sie die Kinder der Schande“ vor, der im November 2020 erstmals ausgestrahlt wurde.

    Das Leben unserer Vorfahren: 1914-1933

    Der Erste Weltkrieg und seine Folgen prägten die Region des heutigen Rheinland-Pfalz wie kaum ein zweites Ereignis des 20. Jahrhunderts. Der Film des Magazins „objektiv - Menschen, Leben, Rheinland-Pfalz“ behandelt das Leben der Menschen zwischen Pfalz und Hunsrück in den Jahren von 1918 bis 1933. Darin werden einige Exponate der 2019 eröffneten Sonderausstellung „Dem Frieden entgegen. Kaiserslautern nach dem Ersten Weltkrieg“ des Stadtmuseums Kaiserslautern präsentiert. So ist eine Separatistenfahne der „Autonomen Pfalz“ aus dem Jahr 1923 erhalten, die das Museum seinen Besuchern zugänglich machte.